Donnerstag, 27. Juni 2013

TEMPerHUM und erste Erfolge bei der Werkstatttrockenlegung

eigentlich auch für die Trockengarage angedacht, war die Anschaffung eines USB Thermo- und Hygrometers. gestern erreichte mich dann eine rosa Box.

Werkstattstyleverpackung ;)

TEMPer HUM
 leider zeigte er über 70% Luftfeuchtigkeit an. ich hatte mir nach den vielen Tagen Dauerbetrieb des Luftentfeuchters schon etwas weniger erhofft. aber zum einen ist das nur ein kleines Gerät und wird für Räume bis 35m² empfohlen und zum anderen hat es ja sehr lange durchgängig geregnet und wir hatten draußen Luftfeuchtigkeiten von 85%. so super Luftdicht ist ja meine Werkstatt nun auch nicht.
aber ich wollte gern auf Nummer sicher gehen und habe den TEMPer HUM mal kalibriert. dazu muss einfach eine Flasche mit etwas Wasser gefüllt und Salz dazu geschüttet werden. ist die Lösung gesättigt und wird kein Salz mehr aufgenommen, stellt sich in der Flasche eine Luftfeuchtigkeit von 75% ein.

Flasche mit Salzlösung und Hygrometer

die beiliegende Software
 ± 2% Messfehler sind normal, also habe ich als Offset mal -3% angegeben. bei Gelegenheit werde ich den Vorgang noch mal wiederholen und schauen ob sich die selben Abweichungen ergeben.

auf alle Fälle ist der Schlamm dort wo der Lufttrockner direkte Luftströmungen erzeugt, schön getrocknet:

getrockneter Schlamm

hier kann man die Schollen problemlos entfernen und der Fußboden ist fast sauber:

Mittwoch, 26. Juni 2013

Luftentfeuchter und Schlamm

es regnet seit Montag nahezu ohne Unterbrechung und auf unserer Straße haben die ersten schon wieder einen Hochwasserschutz aufgebaut. durch den Regen konnte ich auch mit der Arbeit im Hof nicht weiter machen.


damit aber die Zeit nicht ungenutzt verstreicht und das Material in der Werkstatt nicht länger, als unbedingt nötig,  hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt wird, habe ich meinen kleinen Luftentfeuchter von D-LET installiert.

Luftentfeuchter D-LET
eigentlich war das Gerät für eine Trockengarage bestimmt und sollte meinen wirklich gut erhaltenen Accent vor weiterem Rost schützen. gekauft habe ich ihn, als das Hochwasser an der Elbe in Dresden schon seinen Höchststand erreicht hatte. dementsprechend groß war aufeinmal die Nachfrage nach Luftentfeuchtern. die Preise für gebrauchte Entfeuchter auf Auktionsplatformen haben sich verdreifacht. daher habe ich nicht lange gefackelt und dieses simple Gerät gekauft. es gibt nur einen AN/AUS - Taster und einen Schwimmerschalter, ist der Auffangbehälter voll schaltet sich der Entfeuchter ab. eine rote LED signalisiert das. auch der Betrieb an einer Zeitschaltuhr wäre möglich, da der Schaltzustand des Taster auch ohne Spannungsversorgung erhalten bleibt. der Entfeuchter hat auch eine vorgestanzte Öffnung und kann mit einem Schlauch zur Kondensatzabfuhr eingesetzt werden.
Kondensatzabfuhr mit Schlauch
 das Kondensat läuft jetzt in einen 10l Eimer mit Deckel. nach 24h Betrieb haben sich 8L Wasser angesammelt. drei solcher Eimer habe ich schon nach draußen entleert.

nach 16l Wasser, aus der hohen Luftfeuchtigkeit gewonnen, konnte schon mit dem Entfernen der Schlammschicht begonnen werden.


nun kann man wenigstens ein klein wenig besser laufen und die Werkstatt beginnt zu trocknen. selbst bei einer Luftfeuchtigkeit von 80% draußen. das ist doch schonmal etwas.

Montag, 24. Juni 2013

Hochwasser in der Nacht vom 20.06.2013 - 21.06.2013

gegen 11 Uhr musste ich wegen einem starken Gewitter die Fenster an kippen
gegen 0:15 Uhr wurde ich dann wieder munter, diesmal weil sich jemand auf der Straße beschwerte, so sinngemäß wiedergegeben: "warum muss denn der auch so schnell fahren, wenn doch schon alles unter Wasser steht"
ich sprang  regelrecht auf, um nach zu sehen, geboten gab es eine riesige Sauerrei, der Höchststand war aber schon vorbei, zu den Fotos gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen:

Hochwasser mit Schlamm auf der Straße










und hier noch die jeweiligen Pegelstände, solche Fotos sind die wichtigsten Aufnahmen, damit kann man für die Zukunft geeignete Hochwassermaßnahmen planen:


 



am nächsten Tag habe ich gleich frei gemacht und zeitig los gelegt, als erstes musste ein Plan her. meiner Meinung nach ist die versaute Einfahrt das größte Problem, daher kam sie als erstes an die Reihe:

mit dem Betonmischer startete ich einen Waschversuch des Schotters:



bis zum Mittag konnte das Verfahren noch optimiert werden. es gab mehr Wasser mit weniger Druck und der Winkel der Trommel wurde mit untergelegten Ziegelsteinen noch vergrößert. so passte zum Ende eine komplette Schubkarre in die Trommel:



so konnte bis zum Mittag wenigstens ein Anfang gemacht werden:

in der höchsten Sonne wollte ich mir aber erstmal ansehen wo der Schlamm überhaupt her kommt, wie man auf den folgenden Bildern gut erkennen kann, die Flut kam nur von der Entwässerung des Feldes, keine 600m Luftlinie entfernt:






sogar die Schwarzdecke hat es abgehoben, einmal unterspült hat sie keine Haftung mehr:




bis zum Feierabend konnte noch eine ganze Menge Schotter ausgewaschen werden:
am Samstag habe ich mich dann gegen den Lärm entschieden und den verschlammten Boden neben der Werkstatt gereinigt, jetzt gibt es wenigstens wieder ein paar m² wo man ohne Gefahr laufen und etwas ablegen kann.

zum Feierabend kam dann noch ein Freund überraschend zu Besuch und er machte mich darauf aufmerksam, dass ja der Pegel vor der Werkstatt viel höher war. über 10cm stand es hier, vom Werkstattboden aus gemessen. vermutlich hat die Montagegrube schlimmeres verhindert. ehe sie voll gelaufen war, ist vermutlich der Pegel wieder weit genug gefallen. somit ist in der Werkstatt das Wasser nicht über 1cm angestiegen.